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Programme

Wolperting

Wolperting Federspiel

Der Wolpertinger: Projektionsfläche abenteuerlustiger Tierpräparatoren, zweifelhafte Dekoration hunderter Berggaststätten und vor allem legendäres Fabelwesen, dessen Erscheinungsbild zwar in Tradition verankert ist, aber stets variiert und modernisiert wurde. Und so ist sein fiktiver Herkunftsort ein stimmiger Titel für das neue Programm von Federspiel:

Wolperting, das kann ein Ort von Mythos und Mystik sein, zwei roten Fäden, die sich durch das Programm ziehen. In norwegischen Wasserfällen lebende Trolle, ein teufelsartiges, tanzwütiges Wesen aus Mexiko und die raue Bergwelt von Davos sind nur einige der Bilder, die vom gemischten Bläsersatz sowohl in sphärischen, als auch schwungvollen Kompositionen hörbar gemacht werden. Es ist aber auch ein Ort, an dem scheinbar Unvereinbares eine faszinierende Einheit bilden kann. Hier leben Fiakerlieder, aztekische Melodien und romantische Volkslieder nebeneinander als Beispiel für geklungene Integration. Auf dieses Fundament aus unterschiedlichsten Traditionen baut das Septett fantastische Klangwelten, in denen elektronische Sounds genauso willkommen sind, wie Elemente aus Minimal Music und Filmmusik. Gebunden wird das alles mit der für Federspiel typischen Spielfreude, Lust am Experiment und Virtuosität weit jenseits des Selbstzwecks.

Ein Hörerlebnis, das für Freude sorgt.

BEST OF

Federspiel nähert sich der volksmusikalischen Tradition von allen Seiten – geografisch wie stilistisch. Im Spannungsfeld von Frankreich, Balkan und Latein-amerika ist die heimische Musik gut aufgehoben, wird im Vergleich gefordert und gefördert. Diese Tradition ist eine wunderbare Schatzkammer an Melodien, Tän-zen, Rhythmen. Eine zeitlos verzaubernde Musik, verführerisch in den Feinheiten, überwältigend in der Kraft, herzzerreißend in der Einfachheit: Die ganze Welt in parallelen Terzen.

Sie nehmen Volksmusik aus aller Welt, zerlegen sie, bauen sie um, kommen dann drauf dass es vorher besser war, setzen sie wieder zusammen und lassen sie im Konzertsaal neu erklingen.

Und trotzdem tappen sie nicht in die Falle alles zu einem undefinierbaren Brei zu vermischen sondern setzen es mit viel Feingefühl zu einem stimmigen und facet-tenreichen Ganzen zusammen- aber überzeugen Sie sich selbst:
Das beste aus bislang 14 Jahren Federspiel…

Von der langsamen Zeit

Weihnachten naht: Jene Zeit des Jahres, in der vereinzelte Schneeflocken den öff-entlichen Verkehr lahmlegen, Alu-Nikolos von jedem Regal grinsen und sich eine Punschwolke über das Land legt. Aber ebenso die Zeit, in der sich trotzdem alles auf angenehme Art langsamer und leiser anfühlt.

Und so lehnt sich auch Federspiel ein wenig zurück und übt sich in saisonaler Ent-schleunigung: Der gemischte Bläsersatz interpretiert in seinem Programm „Von der langsamen Zeit“ Weihnachts- und Winterstücke aus verschiedensten Tradi-tionen, ohne dabei moderne Klangexperimente zu vernachlässigen. Von hiesigen Turmbläser-Klassikern über selten gehörte Volkslieder bis zu spanischen villan-cicos navideños wird sich alles mit Spielfreude und unaufdringlicher Virtuosität angeeignet.

Stellenweise geht’s dabei auch durchaus flotter zu, reine Besinnlichkeit führt schließlich zur Besinnungslosigkeit. In seiner Ganzheit ist das Programm ein weiterer Federspielscher Beweis dafür, dass man Tradition nicht schunkelnden Spießern überlassen sollte – auch nicht zu Weihnachten.

Creating symphonic worlds - Federspiel & Symphonieorchester

Creating-symphonic-worlds

Welten erschaffen wollen, das heißt zu allererst: Suchen, sammeln, auch ein wenig unzufrieden sein, mit dem was schon da ist.  Welten erschaffen wollen, das heißt vermuten, dass da zwischen Tasten und Ventilen noch etwas festsitzt, ganz versteckt, das anders klingen will als es derzeit klingt. Welten erschaffen, das wollte Federspiel schon immer: Zwischen Blasmusik und Progressivfolklore, zwischen Polkarhythmen und Kosakentänzen alles aufsammeln, was Töne hat und daraus etwas Neues, Anderes – vielleicht Besseres machen.

Neue Welten aber wollen wachsen! – genau das ist die Idee von Federspiel & Symphonieorchester: Eigenkompositionen der siebenköpfigen Blasmusikgruppe werden in neuen Arrangements zusammen mit großem Symphonie-Orchester gespielt, die die nicht schubladisierbare Federspiel-Melange aus alternativer Volksmusik, Weltmusik-Tupfern und alpinem Traumtanz mit den Klängen der symphonischen Weite vereinen. Das Ergebnis ist ein großes Klangtreffen, wo Paukenwirbel Naturjodler umrühren, knackige Bläserriffs frech zwischen Streicherschwärmereien fahren und  Fagotte, Oboen, Flöten und Bratschen sowie alles was sonst noch klingen kann mit einstimmt in einen gesamtmusikalischen Klangtaumel.  Wo alles gesucht und alles gesammelt wurde, was vorher noch nicht da war, was festsaß und nicht los kam und jetzt frei ist mitzuklingen in einer großen, neu erschaffenen Welt.

Federspielchen – Musik für junges Publikum

Federspiel

Wer glaubt, ein Federspiel Konzert sei nur für erwachsenes Publikum, liegt falsch. In der eigens konzipierten Serie „Federspielchen“ nehmen die sieben Musiker, Kinder ab 3 Jahren als ihre vollwertigen und liebsten Gäste auf und führen sie spielerisch in die Welt der Musik.

Wie schnell kann man Polka tanzen?
Klingt eine goldene Trompete gleich wie eine silberne?
Was muss sich ein Komponist überlegen, wenn er ein neues Stück schreiben will?

All diesen Fragen gehen die Musiker gemeinsam mit den Kindern auf den Grund. Dabei kann gesungen, getanzt, gestampft und geschrien werden. Damit hat Feder-spiel kein Problem, denn so lebendig wie junge Menschen sind ist es auch ihre Mu-sik, die Volksmusik. Und wenn die erwachsenen Begleiter besonders brav waren, dürfen sie nachher auch die Instrumente probieren, aber das entscheiden in dieser Konzertserie einzig und allein die Kinder.